SAP QIM Support-Ende 2027: Warum Unternehmen jetzt handeln sollten

SAP Quality Issue Management (QIM) war über Jahre hinweg eine leistungsfähige Lösung für das Management von Qualitätsproblemen. Technologisch basiert es jedoch auf SAP NetWeaver, dessen regulärer Support gemeinsam mit dem von SAP ERP 6.0 im Jahr 2027 endet. Das bedeutet keine funktionale Weiterentwicklung mehr, steigender Betriebs- und Wartungsaufwand und zunehmende Risiken in Bezug auf Compliance. Für Unternehmen in regulierten Branchen ist das ein strategisches Risiko.

Picture of Thomas Amlung, Practice Manager - QM mit SAP, DHC GmbH
Thomas Amlung, Practice Manager - QM mit SAP, DHC GmbH
Gelbes Verkehrsschild mit der Aufschrift „Road Ends“ vor blauem Himmel – als Symbol für das bevorstehende Support-Ende von SAP QIM.

Warum Abwarten keine Strategie ist

Viele Organisationen verschieben das Thema Ablösung von SAP QIM bewusst – häufig mit dem Argument, dass der Betrieb ja „noch funktioniert“. Aus Managementsicht birgt dieses Zuwarten jedoch erhebliche Risiken:

  1. Steigender Compliance- und Auditaufwand
    Legacy-Systeme erhöhen den Validierungsaufwand und erschweren Auditnachweise – insbesondere bei Abweichungsmanagement und CAPA.
  2. Höhere Migrationskosten unter Zeitdruck
    Je näher das Support-Ende rückt, desto knapper werden interne Ressourcen und externe Beratungskapazitäten. Projekte unter Zeitdruck sind fast immer teurer.
  3. Verpasste Modernisierungspotenziale
    SAP S/4HANA bietet neue Möglichkeiten für integrierte, datengetriebene Qualitätsprozesse – diese bleiben bei einer reinen „Weiter-so“-Strategie ungenutzt.

SAP-Strategie heute: QM in SAP S/4HANA

SAP positioniert das SAP Quality Management (QM) mit den Q-Meldungen als zentralen Baustein für Abweichungs-, Reklamations- und CAPA-Prozesse in SAP S/4HANA.

Für Entscheider bedeutet das:

  • eine zentrale Datenbasis im ERP
  • weniger Schnittstellen und Insellösungen
  • klare Governance, Rollen und Verantwortlichkeiten
  • revisionssichere Dokumentation und Audit-Trails

Statt eines isolierten Qualitäts-Tools wird Qualität damit Bestandteil der End-to-End-Geschäftsprozesse.

QIM-Ablösung ist kein IT-Projekt – sondern eine Managemententscheidung

Die Ablösung von SAP QIM betrifft nicht nur IT und QM, sondern:

  • Risikomanagement
  • Compliance
  • Kosten- und Ressourcensteuerung
  • Zukunftsfähigkeit der ERP-Strategie

Unternehmen, die frühzeitig handeln, profitieren von einem deutlich grösseren Gestaltungsspielraum: Sie können ihre Migrationsszenarien strukturiert und realistisch planen, bestehende Prozesse gezielt modernisieren und dabei Risiken kontrolliert reduzieren. Gleichzeitig lassen sich Investitionen strategisch priorisieren und effizient einsetzen, anstatt unter Zeitdruck kurzfristige Entscheidungen treffen zu müssen.

Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist

Der Zeitraum bis 2027 mag auf den ersten Blick grosszügig erscheinen. In der Praxis gilt jedoch:
Je früher Unternehmen handeln, desto grösser ist der Gestaltungsspielraum.
Frühzeitig gestartete Projekte schaffen die Grundlage für realistische Zeitpläne und ermöglichen eine fundierte Analyse von Daten und Prozessen. Zudem können Change- und Schulungskonzepte rechtzeitig abgestimmt und zielgerichtet umgesetzt werden. Nicht zuletzt trägt ein vorausschauendes Vorgehen dazu bei, die Gesamtprojektkosten nachhaltig zu reduzieren.

Wie DHC Unternehmen bei der SAP QIM Ablösung unterstützt

DHC begleitet Unternehmen ganzheitlich bei der Ablösung von SAP QIM und der Migration zu SAP QM in S/4HANA (Verlinkung auf DHC Beratungsseite) – von der strategischen Bewertung bis zum stabilen Betrieb.
Typische Fragestellungen unserer Kunden:

  • Welche Risiken entstehen konkret durch das QIM-Support-Ende?
  • Welche Prozesse sollten im Zuge der Migration optimiert werden?
  • Wie lassen sich bestehende QIM-Daten sauber migrieren?
  • Wie sichern wir Compliance während und nach der Umstellung?
→ Mehr zu unseren Beratungsleistungen zur SAP QIM Ablösung

SAP QIM Ablösung

Lassen Sie uns gemeinsam prüfen, wie Sie Ihre SAP QIM Lösung zukunftssicher ablösen. 

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FAQs

Häufige Fragen zur Ablösung von SAP QIM (FAQ)

Mit dem Support-Ende von SAP QIM und der zugrunde liegenden SAP-NetWeaver-/ERP-Generation entfallen Weiterentwicklung und regulärer Herstellersupport. Das führt mittel- bis langfristig zu steigendem Betriebsaufwand, erhöhten Compliance-Risiken und Einschränkungen bei IT-Sicherheit und Auditfähigkeit – besonders kritisch in regulierten Branchen wie Pharma, Medizintechnik oder Automotive.

Ein spätes Reagieren auf das QIM-Support-Ende bedeutet oft Migration unter Zeitdruck: knappe interne Ressourcen, begrenzte Beratungskapazitäten und höhere Projektkosten. Gleichzeitig bleiben Modernisierungspotenziale von SAP S/4HANA ungenutzt – etwa integrierte, datengetriebene Qualitätsprozesse statt isolierter Altsysteme.

Nein. Die SAP QIM Ablösung ist eine Managemententscheidung mit Auswirkungen auf Risikomanagement, Compliance, Kosten- und Ressourcenplanung sowie die langfristige ERP- und S/4HANA-Strategie. Erfolgreiche Projekte binden IT, Qualitätsmanagement, Fachbereiche und Compliance frühzeitig gemeinsam ein.
Formal läuft der Support erst 2027 aus – praktisch ist jetzt der richtige Zeitpunkt zu handeln. Wer früh beginnt, kann Migrationsszenarien realistisch planen, Daten und Prozesse sauber analysieren, Change- und Schulungsmassnahmen rechtzeitig vorbereiten und Projektkosten wie Risiken besser steuern.
DHC begleitet Unternehmen End-to-End: von der Bewertung der Risiken durch das QIM-Support-Ende über die Definition einer Zielarchitektur in SAP S/4HANA und die Optimierung von Qualitätsprozessen bis hin zu Migration, CSV/Validierung und stabilem Betrieb. Typische Themen sind Risikoanalyse, Prozessdesign (z. B. Abweichungen, Reklamationen, CAPA), saubere Datenmigration aus QIM sowie die Sicherstellung von Compliance vor, während und nach der Umstellung.
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